Brief an den Bürgermeister:

Ungleichbehandlung von Sportarten und Vereinen bei der Vergabe von Fördermitteln

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Herren Fraktionsvorsitzende der im Stadtrat vertretenen Parteien, sehr geehrte Herren Vorsitzende des Sport- und Immobilienausschusses,

nachdem wir mal wieder aus der Presse erfahren mussten, dass die Stadt Erftstadt Fördermittel in Höhe von einigen Millionen Euro beantragt hat und damit schon wieder die Sportart „Fußball“ unterstützen will, zeigen wir hiermit an, dass wir mit einem solchen Vorgehen nicht einverstanden sind, da hier der Eindruck enstehen könnte, dass eine Sportart unnötig und unzulässigerweise bevorzugt behandelt wird, während andere Sportarten und Vereine um ihre Existenz bangen müssen. Es ist nicht nachvollziehbar und absolut unnötig, dass nun schon wieder ein „Sportzentrum mit drei Fußballplätzen“ errichtet werden soll mit einem Volumen von 3,3 Mio Euro, andererseits beispielsweise unserem Verein die Trainings- und Spielstätten von der Stadt weggenommen werden sollen und eine Halle abgerissen werden wird, in der wir trainieren. Ersatz können Sie uns angeblich nicht anbieten. Hier wäre sicher sinnvoller, für eine weitere Mehrzweckhalle am Schulzentrum Lechenich zu sorgen, die verlässlich von Inlineskatern genutzt werden kann, oder sogar die Errichtung einer Skaterhockey-Halle mit Rundbande, die natürlich auch von anderen Sportarten genutzt werden könnte.

Wir legen daher Beschwerde gegen eine in unseren Augen „unzulässige Bevorzugung“ der Sportart Fußball ein, die sich nicht nur in diesem Falle manifestiert.

Da in dem Presseartikel und in verschiedenen Protokollen und Anträgen des Sportausschusses eine Investitionssumme von ca. 3,3 Mio Euro genannt wird, sehen wir hier die Möglichkeit zur Neuerrichtung einer Inlineskaterhockey-Halle mit Rundbande am Schulzentrum Lechenich, alternativ gegebenenfalls auch im Rahmen eines zu erarbeitenden Gesamtkonzeptes für ein Sportzentrum  (vielleicht in Köttingen), das dann allerdings nicht nur auf die Sportart Fußball hin ausgerichtet werden darf.

Auch der Stadtsportverband Erftstadt ist für die Gleichbehandlung aller Sportarten:

(…)Wir als Stadtsportverband sind für die Gleichbehandlung aller Sportarten und richtig ist, dass Fussball in Erftstadt das meiste Geld erhalten hat. Wir sind dafür, dass vor weiteren größeren Investitionen erst eine solide Sportentwicklungsplanung für alle Sportarten in Verbindung mit dem Demografiefaktor gemacht wird. Wir finden es nicht richtig jetzt im Vorfeld weiterhin neue finanzielle Zusagen zu treffen. (…)

Zitat: Peter Kaulen-Windgassen, Vorsitzender des Stadtsportverbandes Erftstadt e.V.

Wir fordern daher eine „gerechte“ Verteilung von Fördergeldern unter Beteiligung aller Vereine!

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